Tiere, Pflanzen und anderes Leben...

Hier entsteht ein wachsender Katalog, der Bilder, kurze Informationen und Beson-derheiten über die Lebewesen unter Wasser liefern soll. 

Im Mittelpunkt stehen dabei die Organismen, die vor allem in den bremischen Tauchgewässern anzutreffen sind. Daher sind auch alle Bilder auf dieser Seite aus den Seen von Bremen und umzu. 

Hier können interessierte Taucher und -innen "nach"-sehen, -lesen oder einfach nur stöbern, was es in norddeutschen Gewässern alles so zu entdecken gibt. Viel Vergnügen!

Übrigens: Weitere Bilder und Beobachtungen sind hier gern willkommen! Schickt einfach eine Nachricht an den Umweltbereich des LTV Bremen.

 

PFLANZEN im See

Algen

Ast-, Kappen- und andere fadenförmige Algen (Bestand)

Fadenförmige Grünalgen (Cladophora sp., Oedogonium sp., ...)

Einordnung:

Grünalgen (Grünalgen in engerem Sinne)

Kennzeichen:

mehr oder minder starke, unverzweigte grüne Fäden (siehe auch Verwechslung) 

Verwechslung:

Es gibt eine Vielzahl von fadenartigen Grün-algen in unseren Seen (siehe Bild), die sich größtenteils nur mikroskopisch unterscheiden lassen.

Vorkommen:

häufig in Gewässer aller Art

Besonderheiten:

Viele Grünalgen sind Experten für schwäche-res Licht. Dort haben sie gegenüber den Samenpflanzen Vorteile.

Oft trifft man infolge der Nährstoffsituation im Frühjahr und im Frühherbst vermehrt auf die festsitzenden fädigen Vertreter (v.a. auf harten ufernahen Untergründen).

Schraubenalge (mikroskopisch, hier mit anhaftenden Kieselalgen)

Schraubenalgen (Spirogyra sp.)

Einordnung:

Grünalgen (hier: Jochalgen)

Kennzeichen:

mehr oder weniger freischwimmende schleimige grüne „Watte“ (aus feinen Fäden); unter dem Mikroskop sind die grünen Chloro-plasten in Schraubenform zu erkennen (siehe Bild)

Verwechslung:

Es gibt eine Vielzahl von fadenartigen Grün-algen in unseren Seen (siehe Bild), die sich nur mikroskopisch unterscheiden lassen.

Vorkommen:

häufig in Gewässern aller Art

Besonderheiten:

Es gibt mehr als 100 Arten in unseren Breiten. Der Name hat übrigens nichts mit ihrer Form zu tun, die Zellen besitzen vielmehr einen Chloroplasten, der schraubig aufgewunden erscheint (siehe Bild).

Samenpflanzen

Schmalblättrige Wasserpest (Einzelpflanze)
Schmalblättrige Wasserpest (Bestand)

Schmalblättrige Wasserpest (Elodea nuttallii)

Einordnung:

Samenpflanzen; Familie der Froschbiss-gewächse 

Kennzeichen:

lange Stiele mit je 3-4 Blättern je Knoten; Blätter schmal lanzettlich (max. 2 mm breit), am Ende spitz und korkenzieherartig gewun-den. 

Verwechslung:

Die Kanadische Wasserpest sieht sehr ähnlich aus, hat jedoch etwas breitere Blätter (bis 5 mm), die nicht gewunden sind. Sie bevorzugt eher fließende Gewässer.

Vorkommen:

häufig in vielen stehenden und langsam fließenden Gewässern, besonders in Kies-gruben und Gräben, die nährstoffreich sind; bildet zum Teil Massenbestände (siehe Bild)

(MI: 4,5)

Tauchblattzone

Tiefenbereich: 0,5-8 m

Besonderheiten:

Die Art ist ein „Einwanderer“ (Neophyt) und stammt aus Nordamerika. In Kontinentaleu-ropa tauchte sie erstmals in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts auf und ist mittlerweile weltweit verbreitet. Sie ist sehr konkurrenz-stark und verdrängt zum Teil andere Wasser-pflanzen, sowie auch die verwandte Kanadi-sche Wasserpest.

Pfeilkraut (Unterwasserbl.)
Pfeilkraut (beide Blattformen)

Gewöhnliches Pfeilkraut (Sagittaria sagittifolia)

Einordnung:

Samenpflanzen; Familie der Froschlöffel-gewächse 

Kennzeichen:

typisch: die zwei völlig verschiedenen Blatt-formen; Unterwasserblätter sind lang und bandartig, bis 3 cm breit, Überwasserblätter sind lang gestielt und pfeilförmig (Name!)

Verwechslung:

- keine -

Vorkommen:

häufig in vielen stehenden und langsam fließenden Gewässern, auch in Teichen und Tümpeln auf nähstoffreichen und schlammi-gen Böden

(MI: 5)

Schwimmblattzone

Tiefenbereich: 0-5 m

Besonderheiten:

Die Art ist eine gute Zeigerpflanze für nähr-stoffreiche Bedingungen. Oft wird sie nicht erkannt, da die Unterwasserblätter ganz anders aussehen, als der Name dies nahelegt.

Krauses Laichkraut

Krauses Laichkraut (Potamogeton crispus)

Einordnung:

Samenpflanzen; Familie der Laichkraut-gewächse 

Kennzeichen:

bis 2 m hoch, Stängel wächst aufrecht; Blätter länglich und am Rand deutlich gewellt

Verwechslung:

Die verschiedenen Laichkraut-Arten sind teilweise nur von Experten zu unterscheiden.

Vorkommen:

häufig in stehenden und langsam fließenden Gewässern, vor allem in nährstoffbelasteten Bereichen

(MI: 4,5)

Tauchblattzone

Tiefe: 2-5 m

Besonderheiten:

Die Pflanzen bilden kaum Massenbestände, sie kommen eher als Einzelpflanzen zwischen anderen Laichkräutern vor (z.B. im Grün-gürtel).

Grasartiges Laichkraut

Grasartiges Laichkraut (Potamogeton graminaeus)

Einordnung:

Samenpflanzen; Familie der Laichkraut-gewächse 

Kennzeichen:

grasartige Erscheinung; unterschiedliche Wasserblätter (grasartig) und Schwimmblätter („Löffelform“)

Verwechslung:

Die verschiedenen Laichkraut-Arten sind teilweise nur von Experten zu unterscheiden.

Vorkommen:

stehende bis langsam fließende Gewässer

Tauchblattzone

Besonderheiten:

In den Grüngürteln bremischer Tauchgewässer ist die Pflanze z.T. recht häufig.

Stachelspitziges Laichkraut

Stachelspitziges Laichkraut (Potamogeton mucronatus)

Einordnung:

Samenpflanzen; Familie der Laichkraut-gewächse 

Kennzeichen:

sehr unscheinbar; wenig verzweigte Stängel, wenige cm lange bis 3 mm breit Blätter, die in einer winzigen Spitze enden; durchscheinend, grau-braun, glänzend

Verwechslung:

Die verschiedenen Laichkraut-Arten sind teilweise nur von Experten zu unterscheiden.

Vorkommen:

vor allem in nährstoffreichen Gewässern

(MI: 5)

Tauchblattzone

Tiefe: 1-3 m.

Besonderheiten:

Die Pflanze wächst eher flach (niederliegend) und ist wegen ihrer kleinen Blättchen meist unauffällig.

Ähriges Tausendblatt

Ähriges Tausendblatt (Myriophyllum spicatum)

Einordnung:

Samenpflanzen, Familie der Tausendblatt-gewächse

Kennzeichen:

bis 3 m hohe, schlanke Pflanze; gefiederte Blätter, die jeweils zu Vieren an einem Knoten am Stängel (Quirl) stehen.

Verwechslung:

Das verwandte Quirlblättrige Tausendblatt hat fünf Blätter in einem Quirl.

Vorkommen:

Das Ährige Tausendblatt  kommt in mäßig nährstoffreichen Baggerseen und Kiesgruben häufig vor. 

(MI: 3)

Die Pflanze lebt ganz untergetaucht (Tauch-blattzone), die Blüten ragen jedoch über die Wasseroberfläche hinaus.

Bevorzugte Tiefe: 1-2 m

Maximale Tiefe: 0-5 m

Besonderheiten:


Wasser-Hahnenfuß (Bestand)
zwei Blattformen und Blüte

Wasser-Hahnenfuß (Ranunculus aquatilis ssp.)

Einordnung:

Samenpflanzen; Familie der Hahnenfuß-gewächse 

Kennzeichen:

bis 2 m langer Stängel mit zwei verschie-denen Blatttypen (siehe Bild): die Schwimm-blätter sind flächig, die Wasserblätter pinsel-artig zerschlitzt; im späteren Frühjahr und Sommer weiße Blüten auf der Wasser-oberfläche

Verwechslung:

Der verwandte Flutende Hahnenfuß hat nur eine Form von Blättern (zerschlitzt), ebenso der Haarblättrige Hahnenfuß. (siehe auch Besonderheiten)

Vorkommen:

verbreitet in stehenden und langsam fließen-den Gewässern, die mäßig nährstoffreich sind

Schwimmblattzone 

Tiefe: 0-2 m

Besonderheiten: 

Es gibt bei uns eine Reihe von Unterarten dieser Pflanze, die z.T. Bastarde bilden. Daher ist nicht leicht festzustellen, um welche Art es sich wirklich handelt. Am Ufer wächst der Wasser-Hahnenfuß ebenfalls, bleibt dort jedoch niedrig.

blühende Seerose

Seerose (Nymphaea sp.)

Einordnung:

Teichrosengewächse

Kennzeichen:

10 bis 20 cm große schwimmende Blüten; weiß bis rosa; zahlreiche gelbe Staubblätter; schwimmende kreisförmige ledrige Blätter (mit einem Einschnitt); untergetauchte Blätter eingerollt

Verwechslung:

Teichrose; diese hat gelbe Blüten und eher ovale Blätter

Vorkommen:

Schwimmpflanzenbestand stehender oder langsam fließender Gewässer; bildet meist größere Bestände

Besonderheiten

Die Blüten sind etwa von 7 bis 16 Uhr geöffnet und werden von Fliegen und Käfern bestäubt. Die Pflanze ist schwach giftig, der Wurzelstock enthält viele Gerbstoffe.

Schilfgras (Bestand)

Schilfgras (Phragmites australis)

Einordnung:

Samenpflanzen; Familie der Süssgräser 

Kennzeichen:

grasartige, bis 3 m hohe Pflanze mit grau-grünen Blättern

Verwechslung:

ist mit dem Wasserschwaden (Glyceria maxima) zu verwechseln, der eher gelbgrüne Blätter, andere Blüten und eine dicken, rohr-artigen Stängel hat.

Vorkommen:

bildet in dichten Beständen den sog. Schilf-gürtel der Röhrichtzone in intakten Ufer-bereichen von stehenden und langsam fließenden Gewässern.

Röhrichtzone

Tiefe: 0-1 m

Besonderheiten:

Der Schilfgürtel steht vielerorts unter beson-derem Schutz, da er Unterschlupf ist für brütende Vögel und viele andere Tiere (z.B. auch Jungfische) ist. Bitte nicht betreten! 

Schilfbestände leiden auch unter verstärktem Bootsverkehr auf dem Gewässer.

TIERE im See

Hohltiere

Süßwasserpolyp

Süßwasserpolyp (Hydra sp.)

Einordnung:

Hohltiere, Nesseltiere

Kennzeichen:

wenige mm großer röhrenörmiger Körper mit einigen Tentakeln am Ende

Verwechslung:

Es gibt mehrere verschiedene Arten (telweise nur von Fachleuten unterscheidbar)

Vorkommen:

findet sich in unseren Tauchseen vor allem in mittleren und größeren Tiefen auf festen Untergründen (z.B. an den Plattformen)

Besonderheiten:

Im Gegensatz zu den Medusen der Meere eine eher unbekannte Lebensform der Hohl-tiere. Auch diese Art besitzt Nesselkapseln (siehe Bild) für Beutefang und Abwehr, die allerdings für uns völlig harmlos sind. Süß-wasserpolypen leben von winzigen schweben-den Wassertieren.

Weichtiere

Teichmuschel (eingegraben)

Gewöhnliche Teichmuschel (Anodonta cygnea)

Einordnung:

Weichtiere, Muscheln

Kennzeichen:

große, meist mehr oder weniger eingegrabene Muschel von bis zu 20 cm Länge; Schale grünlich bis graubraun; Einstromöffnung länglich und mit Tastzäpfchen. Die Muschel ist oft eingegraben (bis auf die Ein- und Ausstromöffnungen), man findet sie oft am Ende einer mehrere Meter langen Kriechfurche im Sediment.

Verwechslung:

eine verwandte Art hat eine eher dreieckige Schale

Vorkommen:

vor allem größere stehende oder langsam fließende Gewässer; Verbreitung noch häufig, geht aber zurück

Besonderheiten:

Aus den befruchteten Eiern bilden sich besondere Larven (Glochidien), die den Winter in den Kiemen der Muschel überdauern und im Frühjahr freigesetzt werden. Die Larven heften sich dann an die Flossen von Fischen und ernähren sich dort parasitisch für mehrere Wochen. Die Jungmuscheln werden wieder abgestoßen und entwickeln sich am Grund zu erwachsenen Tieren.

Gliedertiere

Kamberkrebs
Kamberkrebse in Kalksandstein-Höhlen

Amerikanischer Flusskrebs, Kamberkrebs (Orconectes limosus)

Einordnung:

Krebstiere

Kennzeichen:

bis 12 cm großer Krebs; typisch sind die rot-braunen Querbinden auf dem Hinterleib; Zangenspitzen rötlich, dahinter schwarze Querbinde

Verwechslung:

Edelkrebs

Vorkommen:

Flüsse, Bäche und Seen; ist weniger an-spruchsvoll in Bezug auf die Wasserqualität als der Europäische Flusskrebs. Bewohnt häufig Wohnhöhlen oder andere Verstecke.

Besonderheiten:

Er wurde 1890 in Deutschland eingeführt, als der heimische Edelkrebs wegen der Krebspest fast ausgestorben war. Ausbreitung von Berlin aus über Flüsse und Kanalsysteme. Der Kamberkrebs ist gegen die Krebspest immun, überträgt sie aber.

Wirbeltiere

Flussbarsche
Barschlaich an Ästen

Flussbarsch (Perca fluviatilis)

Einordnung:

Wirbeltiere, Knochenfische

Kennzeichen:

schwarze Querbänderung; vordere Rücken-flosse mit 13-17 Strahlen und einem dunklen Fleck am Hinterende; After- und Bauchflossen rötlich

Verwechslung:

- keine -

Vorkommen:

verbreitet und häufig sowohl in stehenden als auch fließenden Gewässern; Barsche sind sehr anpassungsfähig (Nahrung, Strömung, Wasserqualität, ...)

Besonderheiten:

Junge Barsche bilden meist Jagdtrupps, unter die sich vereinzelt auch Weißfische (z.B. Rot-federn, siehe Bild) mischen. Sie ernähren sich v.a. von wirbellosen Bodenlebewesen und Jungfischen.

Größere ältere Tiere sind eher Einzelgänger und erbeuten zum Teil sehr große Fische.

Laichzeit ist im März/April. Der Laich findet sich als weiße Bänder („nasses Klopapier“) auf Pflanzen und Ästen (siehe Bild).

Brasse

Brasse, Blei (Abramis brama)

Einordnung:

Wirbeltiere, Knochenfische

Kennzeichen:

hochrückig, seitlich abgeflachter Körper, Brustflossen reichen bis zum Bauchflossen-ansatz, keine Barteln; Länge bis 50 cm (selten bis 80 cm).  Augen klein, Durchmesser kleiner als Mundspalte. Maul leicht unterständig und vorstülpbar.

Verwechslung:

Kann mit Güster und Zobel verwechselt werden.

Vorkommen:

in allen europäischen Süssgewässern nördlich der Alpen und Pyrenäen verbreitet, v.a. in nährstoffreichen Seen und langsam fließenden Unterläufen von Flüssen (Brassenregion)

Besonderheiten:

Ihr vorstülpbares Maul hilft ihnen Zuck-mückenlarven, Würmer, Muscheln und Schnecken im Schlamm zu erbeuten. Durch das Saugen entstehen sog. Fraßtricher im Grund. Sie fressen, wenn nötig, aber auch Plankton und pflanzliche Nahrung, neigen dann aber zu geringem Wachstum (Verbuttung).

Während der Laichzeit bekommt das Männchen einen charakteristischen Laichausschlag am Körper (siehe Bild).

Brassen gelten als nicht gefährdet.

Rotfeder (hier mit jungen Flussbarschen)

Rotfeder (Scardinius erythrophtalmus)

Einordnung:

Wirbeltiere, Knochenfische

Kennzeichen:

hochrückig-spindelförmiger Körper; Schuppen messingfarben, metallisch glänzend; Flossen nach außen intensiv hellrot gefärbt

Verwechslung:

leicht mit dem Rotauge zu verwechseln; dieses hat eine rötliche Iris und den vorderen Ansatz der Rückenflosse auf Höhe des Bauch-flossenansatzes (Rotfeder: die Rückenflosse liegt weiter hinten)

Vorkommen:

geselliger Uferfisch in stehenden oder lang-sam fließenden Gewässern; bevorzugt dichte Pflanzenbestände

Besonderheiten:

Rotfedern leben vor allem von Wasserpflanzen (weiche Blätter) aber auch von kleinen wirbel-losen Lebewesen.

Laichzeit ist im April bis Juni. Es kommt zum Teil zu Bastarden mit Rotaugen und andern nahe verwandten Fischen.

Aal

Europäischer Aal (Anguilla anguilla)

Einordnung:

Wirbeltiere, Knochenfische

Kennzeichen:

schlangenförmiger Körper, weites Maul reicht bis unter die Augen, durchgehender Flossen-saum vom Rücken bis auf die Bauchseite am hinteren Teil des Körpers; Oberseite dunkel-grau bis oliv, unterseits gelblich bis weiß

Verwechslung:

- keine -

Vorkommen:

Nordatlantik und Nebenmeere (Nord-/Ostsee, Mittelmeer) sowie damit verbundene Binnen-gewässer

Besonderheiten:

 

Der Aal wächst in Süßwasser auf. Dort ist er ein dämmerungs- und nachtaktiver Jäger, der sowohl Insektenlarven, Würmer, Schnecken und Krebse wie auch Fische nicht ver-schmäht. Zum Laichen wandert er in große Tiefen der Sargassosee (Westatlantik). Die junge Brut tritt dort mit nur wenigen cm Größe die Rückwanderung an, die von mehrfachem Nahrungswechsel und Anpassung vom Meer- an das Süßwasser gekennzeichnet ist. Einwanderung in stehende Gewässer z.T. über feuchte Wiesen. Der Aal ist in allen Phasen ein Einzelgänger. Wesentliche Teile seiner Biologie sind noch unbekannt. 

Der Aal ist akut vom Aussterben bedroht!

Hecht

Hecht (Esox lucius)

Einordnung:

Wirbeltiere, Knochenfische

Kennzeichen:

unverwechselbar; langgestreckter Körper mit weit hinten ansetzender Rücken- und After-flosse, abgeflachtes Maul mit mehreren Zahn-reihen.

Verwechslung:

- keine -

Vorkommen:

in allen Süssgewässern weit verbreitet; kommt auch in der Ostsee vor

Besonderheiten:

Der wichtigste Raubfisch unserer Gewässer;

Hechte sind meist stationär in einem Ufer-bereich, wo sie im Pflanzenbewuchs perfekt getarnt auf Beute lauern, die sie nur über kurze Strecken, dafür aber blitzschnell erjagen.

Laichzeit ist im Februar bis Mai. Die Fische laichen in Krautbeständen im Flachwasser und auf überschwemmten Wiesen.

Der Hecht gilt als gefährdet.

Kaulquappen im Flachwasser

Erdkröte (Bufo bufo)

Einordnung:

Froschlurche / Echte Kröten

Kennzeichen:

Körperlänge 9 (Männchen) bis 12 cm (Weib-chen); gedrungener Körper, Oberseite mit vielen Hautwarzen (Drüsen); Kopf breit und kurz mit paarigen, bohnenförmigen Hautdrüsen am Hinterkopf (Abwehrsekret); Oberseite grau bis rotbraun

Verwechslung:

- keine -

Vorkommen:

eine der häufigsten heimischen Amphibien-arten, in ganz Europa (bis auf den Norden) verbreitet

Besonderheiten:

 

dämmerungsaktiv, leben tagsüber in Ver-stecken (Laub, Erdhöhlen, u.ä.) in Wäldern, auf Weiden, in Hecken o.ä.

Zur Fortpflanzung werden mittlere bis große stehende Gewässer genutzt. Die Kaulquappen (siehe Bild) sind kaum genießbar und werden von Fischen gemieden; im März suchen die Tiere ihre Laichgewässer auf, man trifft sie mitunter dann beim Tauchen an; die Umwand-lung der Kaulquappen zu landlebenden Kröten erfolgt in 2 1/2 bis 3 Monaten.

Die Erdkröte ist nach Bundesartenschutzver-ordnung besonders geschützt!

Was bedeutet...

... das Kürzel "MI"?

MI steht für "Makrophytenindex". Diese Angabe sagt, dass diese Pflanze ein Anzeiger für bestimmte Umweltbedingungen ist. Aus dem Vorkommen und der Häufigkeit solcher Pflanzen kann man auf die Umweltbe-dingungen in dem Gewässer schließen. Ein Dokumentationsbogen findet sich hier.

... Quirl?

Von einem Quirl spricht man, wenn mehrere Blätter an einer Stelle (einem Knoten) im Stängel einer Pflanze entspringen.

...Chloroplast?

Wie jeder Körper Organe hat, so besitzen auch Zellen (meist) kleine Objekte mit speziellen Aufgaben. Eine Sorte dieser Objekte in Pflanzenzellen sind die grünlich gefärbten Chloro-plasten. In ihnen findet die Photo-synthese statt, bei der die Pflanze aus Licht ihre Energie und "Baumaterial" zum Wachsen gewinnt.