Schwimmen mit der Monoflosse

  • Diese sogenannte Monoflosse hat eine ca. 12-15 mal größere Vortriebsfläche, als man es vom normalen klassischen Sportschwimmen kennt. Einige Superlative verdeutlichen, warum das Finswimming nicht als eine trendige Massensportart boomt, sondern eher zu den attraktiven Extremsportarten zu zählen ist:
  • der insgesamt sehr hohe Kraftaufwand des Rumpfes und der Beine, der nötig ist, die große Vortriebsfläche der Monoflosse dynamisch, rhythmisch und schnellkräftig zu bewegen, um o.g. rasante Geschwindigkeiten auf und unter Wasser zu realisieren.
  • das hohe koordinative Vermögen für die Erlernung der richtigen Technik der Delphinbewegung als Ganzkörperbewegung unter Benutzung eines 48 cm langen Wettkampf - Mittelschnorchel oder von Drucklufttauchgeräten für die Atmung unter Wasser, bei gleichzeitiger sehr hoher körperlicher Anstrengung
  • die notwendige Kraft und Flexibilität in Rumpf, Schultern und Armen für die Einhaltung eines hydrodynamisch günstigsten Arm- und Körperverhaltens
  • die hohen Anteile an Apnoebelastungen (angehaltener Atem) im Training und Wettkampf unter höchster muskulärer Belastung und der damit verbundenen psychologischen Anstrengungsbereitschaft



Historie

Der militärischen konditionellen Ausbildung von Kampftauchern entsprungen, hat sich dieser Sport Ende der 1960iger Jahre einen eigenen internationalen Wettkampfweg gesucht. Vorerst mit verlängerten Stereoflossen, wie sie die Kampfschwimmer zum Erreichen höherer Schwimmgeschwindigkeiten auch verwenden, wurden erste Europameisterschaften in dieser Zeit ausgerichtet. Doch bereits auf der Europameisterschaft 1972 waren erste Medaillengewinner mit den 1969 in der damaligen Sowjetunion entwickelten Monoflossen am Start. Damit kam es auch rasch zur Ablösung der Kraulschwimmtechnik durch die wesentlich schnellere und ästhetische Delphinbewegung mit der Monoflosse.

Monoflosse beim Apnoetauchen

Beim Apnoetauchen wird der Fokus nicht auf die Geschwindigkeit, sondern auf die Effizienz dieser Antriebsart gelegt. Ziel ist es, mit möglichst geringem Energieeinsatz, eine möglichst große Strecke zurückzulegen. Denn ohne Atmen zu müssen, sich frei wie ein Delfin im Wasser zu bewegen um ganz nah an die Fische heran zu kommen oder größere Strecken zurückzulegen, ist unser Ziel. Die Monoflosse ist hierfür ein gutes Hilfmittel.

Monoflosse