Finswimming

Hinter diesen Namen verbirgt sich eine dynamische, kraftvolle und ästhetische Sportart, die die schnellste Fortbewegungsart des Menschen im Wasser nur unter Ausnutzung der eigenen Muskelkraft und anderer physiologischer Fähigkeiten darstellt. Finswimmer erreichen spektakuläre Geschwindigkeiten von weit über 3 m/s auf den Sprintdisziplinen (50m). Angelehnt an die Schwimmweise der Delphine schwimmt man mit einer einzigen Flosse für beide Füße.

Wettkampf

Im Wettkampf werden zwei grundlegende Disziplinen unterschieden:
  • Unter Wasser im Apnoeverhalten werden 50m als die schnellste Disziplin zurückgelegt. Die 100m, 400m und 800m Streckentauchen werden mit möglichst kleinen und leichten Pressluftflaschen in vor dem Körper überstreckter Armhaltung absolviert. Diese Disziplinen verlangen ein hohes koordinatives Vermögen im Umgang mit den Drucklufttauchgeräten und der Monoflosse, vor allem am Start und der Wende.
  • An der Wasseroberfläche schwimmen die "Flossis" mit dem Mittelschnorchel, die auch von den klassischen Schwimmern bekannten Wettkampfstrecken 50/100/200/400/800/1500m. Hier stellen die kurzen Distanzen und die 4x100m - Staffel immer einen Garanten für sehenswerte und spannende Wettstreite um die Medaillen dar.

Historie

Der militärischen konditionellen Ausbildung von Kampftauchern entsprungen, hat sich dieser Sport Ende der 1960iger Jahre einen eigenen internationalen Wettkampfweg gesucht. Vorerst mit verlängerten Stereoflossen, wie sie die Kampfschwimmer zum Erreichen höherer Schwimmgeschwindigkeiten auch verwenden, wurden erste Europameisterschaften in dieser Zeit ausgerichtet. Doch bereits auf der Europameisterschaft 1972 waren erste Medaillengewinner mit den 1969 in der damaligen Sowjetunion entwickelten Monoflossen am Start. Damit kam es auch rasch zur Ablösung der Kraulschwimmtechnik durch die wesentlich schnellere und ästhetische Delphinbewegung mit der Monoflosse.


Quelle & weitere Informationen: VDST > Finswimming